Bourkesittiche

Meine Erfahrung mit dem ca. 19cm großen Vogel

Beschreibung:

Männchen: Die Oberseite ist braungrau bis blaßoliv gefärbt. Die Unterseite ist rosa bis bräunlich gefärbt. Stirnband, Schenkel, Flanken, Unterflügel und Unterschwanz sind blau gefärbt, vordere Wangen und Augenringe sind weiß gefärbt.

 

1.0 Bourkesittich opalin

 

Beim rosafarbigen Bourkesittich sind das Stirnband, Zügel, Schnabelgegend, Unterschwanzfedern, Flügelbug und Steiß weiß gefärbt. Kopf, Nacken, Rücken, Wangen, Bürzel, Kehle, Brust, Bauch, Unterschwanzdecken und Flügeldecken rosarot gefärbt. 

Die Oberschwanzfedern sind etwas regenbogenfarbig und es ist darauf zu achten, dass die Krallen anthrazitfarbig bleiben.

 

Weibchen:
Ähnlich dem Männchen, nur ohne blauem Stirnband.

Beim rosa Weibchen sind die Wangen grau, mit braunen Säumen. Auch hier müssen die Krallen anthrazitfarbig bleiben.

Heimat:
Die Heimat der Bourkesittiche sind die trockenen Gebiete des inneren südlichen Australiens.

Er lebt nomadisch im Akazien-Buschland, das mit Gräsern durchsetzt ist. Auf dem steinigen Untergrund ist er wegen seiner Färbung schwer zu erkennen.

Haltung:
Eine Haltung für den Käfig ist nur bedingt zu empfehlen. Sie fühlen sich am wohlsten in einer Freivoliere, mit Schutzhaus oder in einer Zimmervoliere.

Meine Bourkesittiche leben in einer Außenvoliere von 3,0 m Länge, 0,9 m Breite und einer Höhe von 2,0 m und einem angrenzenden Schutzraum mit den Massen 1.5m lang, 0.9m breit und 2.2m hoch. Ich habe dort 3 – 4 Paare untergebracht und regelmäßig nachgezogen.

Die Bourkesittiche verstehen sich prima, allerdings nur untereinander.

Anfangs habe ich zwei Paare Bourkis mit zwei Paaren Wellensittichen gemeinschaftlich gehalten. Ich glaubte das sie gut zusammenpassen, gleiche Größe etc.

Doch während der Brutzeit wurde ich eines Besseren belehrt, denn als eine Wellensittichhenne eine Bourkesittichhenne in deren Nistkasten fast zerstückelt hat, musste ich die Vögel trennen.

14 Tage lang habe ich die Henne in unserer Küche aufgepäppelt
Damals hätte ich niemals gedacht, das eine Wellensittichhenne so brutal vorgeht.

 

Die Nistkästen haben eine Höhe von etwa 40 cm und einen Durchmesser von 15 – 18 cm.

Mit dem Brüten beginnen die Vögel  im Alter von ca. 15 Monaten

Während der Balz verbeugt sich das Männchen vor dem Weibchen, spreizt die Flügel und füttert dieses.

10 bis 14 Tage nach der Balz wird das erste Ei gelegt.

Die Henne brütet ab dem ersten Ei.

Es werden bis zu 5 Eier gelegt. Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen gefüttert. Es sitzt so fest auf den Eiern das es bei den Kontrollen meistens vom Gelege gehoben werden muss.

Die Jungen schlüpfen im Legeabstand nach 18 Tagen. In den ersten Tagen werden sie vom Weibchen gefüttert, später füttert der Hahn mit. Zur Aufzucht und schon vorher wird Grünfutter (sehr gerne wird Vogelmiere angenommen), gekeimte Körner, Beeren und feuchtes Eifutter gereicht.

Nach ca. 30 Tagen verlassen die Jungvögel die Höhle. Sie sind dabei so stürmisch, das man das Ende und das Dach der Voliere mit Matten oder Tücher verkleiden soll um Verletzungen zu vermeiden, denn bei der Größe der Voliere verletzen sich die Vögel sonst garantiert. Nach weiteren 2-3 Wochen sind die Jungen selbstständig.

 

Es gibt etliche Mutationen dieser Sittiche, die ersten traten verm. in den 60er Jahren auf.

Es gibt falben, rosa falben, lutino, zimter, gescheckte, lachsfarbige usw. aber mir gefallen von den Mutationen die rosafarbigen am besten. Ich habe rosafarbige Hähne und wildfarbige Hennen. Manches Gelege bringt rosa- und wildfarbige Nachzuchten was mich auch sehr freut, dann habe ich mal wieder ein Gelege bei dem rosafalben dabei sind, was dann wieder sehr ärgerlich ist, wobei die Falben im Wachstum zurückbleiben und meist gar nicht das Flüggewerden erleben.

 

 

Fazit:

Der Bourkesittich ist ein sogenannter Dämmerungsvogel. Er wird erst in den frühen Morgenstunden und in denAbendstunden so richtig munter, dann fängt er an zu zwitschern und munter herumzufliegen.

In einer Zimmervoliere, kann er auch im Haus gehalten werden.

Trotzdem soll man ihn immer Paarweise halten denn sie gehen eine sehr enge Paarbindung ein.

                                                                 

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