Der Pflaumenkopfsittich

wenige Tage altHaltung und Zucht des Pflaumenkopfsittichs.

Der Pflaumenkopfsittich (Psittacula cyanocephala cyanocephala) gehört mit seinen 34 cm neben dem Rosenkopfsittich und Bartsittich zu der kleineren Art der Edelsittiche, zu denen auch der große Alexandersittich, der Halsbandsittich, der Schwartzkopfedelsittich, Taubensittich, Chinasittich, Langschwanzedelsittich und der vom Aussterben bedrohte Echo-, Maurtiussittich gehören.

In ihrem Verbreitungsgebiet, wozu fast ganz Indien gehört, sowie Sri Lanka und Westpakistan, bewohnen sie offene und bewaldete Landschaften sowie Berghügel. In kultivierten Gebieten fressen sie sich durch die Anpflanzungen.

Zur Beschreibung gibt es eigentlich nicht sehr viel zu berichten.
Das hübschere Tier ist das Männchen mit seinem pflaumenfarbenen bis roten Kopf, an den Wangen und Nacken in ein violett übergehend und einem dunkelroten Flügelfleck.
Das Weibchen ist schlicht grün mit einem grauschwarzen Kopf.

Zur Haltung und Zucht meiner Pflaumenkopfsittiche gibt es nun folgendes zu Berichten:

Seit meinem Beginn der Vogelhaltung, im Jahre 1995, haben mich diese Vögel mit ihrer schlanken Form und buntem Gefieder fasziniert. Ich kaufte mir 1996 zwei Vögel vom selben Jahr, die nicht Geschlechtsbestimmt waren. Ich setzte sie in eine Voliere mit den Maßen 4 Meter x 2 Meter x 1 Meter und den Schutzraum von 1.5 Meter x 2 Meter x 1 Meter.
1998 stellte sich heraus das es zwei  Männchen waren. Ich kaufte mir dann ein Weibchen dazu. Das Weibchen legte sofort 5 Eier die aber nicht befruchtet waren, weil der Hahn noch nicht geschlechtsreif war.
Im Februar 1999 erfolgte dann wieder die Balz, bei der der Hahn pfeifend, zwitschernd und nickend vor der Henne auf der Sitzstange auf und ab geht. Die Henne läßt sich dann füttern.
Es wurden im Abstand von zwei Tagen 5 Eier gelegt die auch bebrütet wurden. Von den 5 Eiern waren 3 Eier befruchtet aber ein Küken ist nur geschlüpft und nach zwei Tagen eingegangen. Es hatte einen dicken Sonnenblumenkern im Kropf obwohl ich Eifutter und Obst gereicht habe oder es wurde nicht genügend gehudert.wenige Tage alt

Ich krempelte dann einiges um. Ich nahm  einen Naturstamm von 25 cm Durchmesser und 50 cm Höhe und nagelte das Schlupfloch mit Baumrinde dreiviertel zu.
Im Februar 2000 begann das Männchen erneut zu Balzen, danach war die Henne eine ganze Weile nicht zu sehen. Am 08.03 .2000 war die Henne außerhalb der Nisthöhle und siehe da, es war das erste Ei gelegt. Ich kümmerte mich nicht weiter darum und wartete wieder ab. Da die Brutzeit ca. 23 Tage betragen sollte, sorgte ich nur dafür daß zum erwarteten Schlupftermin genügend und verschiedenes Aufzuchtfutter vorhanden war. Am 02.04.2000 hörte ich dann erste Bettellaute, Ich freute mich riesig. Als die Henne dann zum Kotabsetzen rausgeflogen war habe ich eine Nestkontrolle durchgeführt und siehe da, es lagen drei ganz nackte Küken und noch zwei Eier im Nest.
Später schlüpften aus den verbleibenden beiden Eiern auch die Küken. Der Hahn hatte nun genug damit zu tun die Henne zu füttern denn die mußte ja nun 5 Schnäbel satt bekommen.

Verfüttert wurden Äpfel, Banane, Eifutter, ein gutes Insektenfutter, Vogelbeeren, Mungo­bohnensprossen, Mais und gekeimtes Kömerfutter. Die Vogelbeeren und der Mais waren eingefroren. Bevorzugt wurden allerdings immer die Bananen.

Junge PflaumenkopfsittiJunge PflaumenkopfsittichecheBei den Pflaumenkopfsittichen gab es mit der Fütterung keine Probleme, sie fressen einfach fast alles. Vielleicht liegt es ja an den Pellets, die übrigens in den ersten 10 Lebenstagen nicht an die Jungen verfüttert wurden.
Am 15.05.2000 also ca. der 45 Lebenstag, ist der erste Jungvogel ausgeflogen.
Er hat sich sofort anständig benommen, ist also nicht so wild drauflosgeflogen wie junge Bourkesittiche. So nach und nach kamen die anderen auch aus ihrer Nisthöhle. Abends wurden die Jungvögel von den Altvögeln immer in den Schutzraum gelockt.Mittlerweile ist es Juli und die Jung-, Altvögel sind immer noch friedlich zusammen.

Fazit:

Dieser Vogel ist einfach zu Züchten, er ist stimmlich ruhig aber nicht so zutraulich wie oft beschrieben. Man liest oft das er nach einer kurzen Eingewöhnungszeit zu seinem Pfleger recht zutraulich wird. Wenn ich mich der Voliere nähere halten sie eine Distanz von 3 Meter zu mir.

Auch wundere ich mich darüber das der Pflaumenkopfsittich noch nicht von der Meldepflicht ausgenommen wurde, wo er doch so leicht zu Züchten ist.

Nachtrag Mai 2007:
Pellets bekommen meine Sittiche nicht mehr. Denn dieses ist absolut nicht Artgerecht.
Ab 2007 muss der Pflaumenkopfsittich, wie fast alle Edelsittiche, auch noch einen Artenschutzring bekommen

Beitrag von Peter Pyka

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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